Dienstag, 18. August 2020

Seelenholz

Geschlossene Augen,
brennende Sehnsucht,
brechend´ Holz unter,
Deinen Füßen wankt,
einstürzende Brücke,
in allem was Du hörst,
ruft es in Dir Wärme,
Deiner Seelenfeuer an.



Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Wuppertal

Montag, 17. August 2020

Weltennebel

Einleitung :

Boden hebt sich,
schlägt Wellen.
wie Wasser,
beim Aufprall,
des Steins.

Szene :

Tunnel enden dort,
kalt zu dunkel Ort,
schlucken das Licht,
wie Nacht den Nebel,
zur Morgenröte führt.

Schluss :

Es sich alles endet,
endlos verschwendet,
den Anfang verliert,
aus Echo Wiederhall,
in den Köpfen verirrt,
in dreier Welten Fall.


Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Leiden

Sonntag, 16. August 2020

Tauschgeschäft

Ein langer, heißer Tag auf dem aufgewühlten
Meer neigt sich dem Ende zu und das aus-
gleitende Boot läuft in Zeitlupe in den 
gähnenden Hafen ein.

Die harte Arbeit verlangte den alten Fischern 
alles ab, aber der Fang war sehr erfolgreich 
und die Zufriedenheit über den gerechten 
Lohn für erneut vollsten Einsatz, wie auf 
jeder einzelnen Tour seit vielen Jahren zuvor, 
lässt die Augen glänzen, lässt sich so dann an 
entspannter Miene bereits beim Einlaufen auf 
den sonnengegerbten Gesichtern der Männer
ablesen. 

Leander ein linker Handschuh, neben seinem 
rechten Ebenbild mit dem Rufnahmen Ely 
liegend, zwischen der Takelage verstaut, ging 
über Bord als das Boot von einer harten Welle 
getroffen wurde. Das ablaufende Wasser zog 
ihn scheinbar berührungslos, dennoch emsig 
wie bestimmend mit sich. Ein letztes Zögern 
durchzuckt Leander´s glatte Haut, als er über 
die  glattgeschliffene Anhöhe des offenen 
Bootsrand rutscht, läßt dann seinen treusten 
und langjährigen Begleiter grußlos allein an 
Bord des altes Fischerbootes, seiner Heimat
der letzten 7 Jahre, zurück. 

Zeitsprung : 

3 Jahre später ... 




Text und Bild : Andreas Stock 
Ort : Katwijk 

Spiegelecho


Regne für Dich,
aus größter Höh',
falle vor Dir,
zerschlagene Knie,
brennend´ Licht,
der Himmel Feuer,
flammen Blitze grell,
walkend´ Wolken grau,
zu blaubraunen Seen,
Echos unter Spiegeln,
dampfende Wasser,
über uns streben,
sich türmen,
erheben.



Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Wassenaar




Samstag, 15. August 2020

Gedankenglas

Fließende Farbströme, tosender Wellen.
Blanke Sehnsucht leuchtender Ufer.

Szenenwechsel :

Blicke Deiner blitzenden Augen,
stürzen sich bedingungslos,
durch eine strudelnde Linse,
aus buntem Gedankenglas.

Szenenwechsel :

Luft flimmert,
über brennender Haut,
waschen sich Poren,
aus Fluss zu Meeren,
speiende Vulkane,
trocknen Tränen,
versiegen still,
unter salzigem Lid.

Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Leiden



Mittwoch, 5. August 2020

Meereslichter

Blicke verlieren sich sanft am Horizont,
feiner Sand in warmem Wind getragen.

Erinnerungen ziehen mit Dir zur Sonne,
perlendes Salz über schimmernder Haut.

Graugrüne Blitze schäumender Gischt,
tanzen durch hellblaues Himmelslicht,
spiegeln sich tausendfach heller wieder,
im Scheine strahlend Deiner Augen,
zu besingen in allerhöchsten Künsten,
hellen Klängen freudiger Liebeslieder.

Die Zeremoniefeuer sinken rot in violette Seen,
verschwimmen in gleich unendlichen Schlieren,
verblassendem Rosé, löschen auf der Leinwand,
unseres Universums die Eisen der Liebesschilde.

Der Abspann des Abends,
lässt sein flüssiges Licht,
in ferne Fälle stürzen,
lässt dazu spielerisch,
feine Wellenspitzen,
tänzelnde Spitzenhütchen,
endlos kreiselnd türmen.

Wellenplatten schichten,
Stufen übereinander flach,
verschließen die Tore zur Nacht,
den Sternen zu dienen,
der himmlischen Schönheit,
als Spiegel mit zu geringer Größe,
für alle Pracht,
in Tiefe des Glanzes Schein nur,
zur Tagesmitte es das Lichte,
schwerlich schafft.


Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Wassenaar


Montag, 3. August 2020

Nebeltag

Tag hinter mattem Glas, Regen fiel lang,
Nebel dampfend auf der Gassen Pflaster,
verflogen mit der dunklen Träume Drang,
frönen der langen Nächte suchend Laster.


Text und Bild : Andreas Stock
Ort : Leiden

EINES TAGES WERDE ICH DEIN SOHN SEIN

  EINES TAGES WERDE ICH DEIN SOHN SEIN Heute halte ich dich in meinen Armen, so klein, so neu. Eines Tages werden meine müden Hände nach dir...